Im Jahr 2001 übernahm Holger Felber mit seinem Kompagnon Christian Nobbe das Leverner Traditionsgeschäft der Familie Westerkamp, welches in diesem Jahr 111. jähriges Jubiläum feiert. Herr Felber lebt mit seiner Frau in der Gemeinde Stemwede im schönen Mühlenkreis und ist Vater einer Tochter. 

Sind Sie ein Urgestein des Mühlenkreises oder in diese schöne Gegend zugezogen? 

Ja, ich bin ein Urgestein des Mühlenkreises. In Stemwede, genauer gesagt, in der Ortschaft Niedermehnen geboren, sowie dort aufgewachsen und nach wie vor fühle ich mich mit dieser Region verbunden.

Der berufliche Werdegang… 

… beginne ich mal mit meiner Ausbildung 1985 bis 1988 zum Einzelhandelskaufmann bei dem Familienunternehmen Westerkamp in Levern. Um mein erlerntes Fachwissen zu erweitern, wechselte ich zunächst für fünf Jahre zum Lebensmittelgroßhandel der Firma Sanobub-Eiscreme. Weitere Kenntnisse sammelte ich im Bauwesen der Firma Gütersloher Baubedarf in Lübbecke. Nach vier Jahren kehrte ich zu meinen beruflichen Anfängen mit der Prämisse, mich einmal selbstständig machen zu wollen, zurück.

Im Jahr 2001 war es dann so weit. Ich übernahm mit meinem Kompagnon Christian Nobbe das seit 1911 familiengeführte Unternehmen der Familie Westerkamp. Seit nun mehr als gut 20 Jahren meiner Selbstständigkeit feiert das Unternehmen in diesem Jahr im Herbst das 111. Jubiläum. Der Betrieb zählt mittlerweile insgesamt 16 Mitarbeiter, davon sind 11 im kaufmännischen-und 5 im Handwerksbereich tätig. Mit Stolz kann ich berichten, dass wir noch ein Handwerksbetrieb der „Alten Schule“ sind. Bei uns findet Reparatur noch eine enorme Wertigkeit, was in der heutigen Gesellschaft ja mehr und mehr an Bedeutung verliert. Außer den Handwerksleistungen in den Branchen Elektro/Heizung/Sanitär, bieten wir mittlerweile ein breit gefächertes Produktsortiment von Dekoration, Haushaltswaren, Klein- und Groß Elektrogeräten, sowie  Werkzeug-und Malerbedarf über Tischkulturen bis hin zu Eisenwaren und alles rund um den Garten. Aber auch verschiedene Events begeistern unsere Kunden. So konnten wir in diesem Jahr bereits einen unserer beliebten Kochabende veranstalten. Mein Aufgabenbereich besteht zum größten Teil aus administrativen Bürotätigkeiten, Verwaltungsaufgaben z.B. Schriftverkehr, Buchhaltung, Rechnungen und Angebote erstellen.

Was sind für Sie die schönsten Ecken und Orte im Mühlenkreis? 

Faszinierend und mit Abstand das Schönste in dieser Region ist für mich das Kaiser Wilhelm Denkmal in Porta Westfalica. Sicherlich nicht zu vergessen die wunderschöne Landschaft rund um die Vielfalt unserer Windmühlen.

Was ist Ihr Lieblingsgericht? 

Meine Leib- und Magenspeise ist Steak Medium „plus“ mit Folienkartoffeln und Kräuterbutter, gerne mit Dip dazu. Auf Gemüse kann ich gut verzichten, so nach dem Motto: „Fleisch ist mein Gemüse.“ Wofür ich mich aber auch mal begeistern kann, ist ein großer bunter Salat mit Putenbruststreifen.

Wie trinken Sie Ihren Kaffee am liebsten? 

Wenn ich Kaffee trinke, dann mit Milch. Ich bevorzuge allerdings immer einen guten Espresso. Besonders genieße ich ihn mit unseren Kunden, um sich einfach mal kurz Zeit zu nehmen für ein zwischenmenschliches Gespräch.

Was sind Ihre Lieblingstiere? 

Katzen und Hunde, wobei ich Katzen nur noch, aufgrund einer Katzenallergie, aus der Ferne beobachte. Hunde waren mir immer ein guter Begleiter. Vorzugsweise waren die eigenen Hunde ausschließlich Mischlingshunde, wobei aus der Paarung die Mutter bekannt und der Vater immer auf Durchreise war.

Treiben Sie Sport – und wenn ja, welchen? 

Eher weniger. Ich bin so sportlich wie eine Eisenstange und es ist schon unglaublich, welche Ausreden mir einfallen, wenn es um sportliche Aktivitäten geht. Es ist nicht nur der innere Schweinehund, sondern auch die mangelnde Lust, die mich vom Sport fern halten. Jedoch entdecke ich dagegen im Urlaub sogar Freude an Bewegung, seien es Wanderungen oder im Besonderen an der See auch ausgiebige Radtouren.

Mein Wochensport, wenn ich es als Sport betiteln würde, ist das Rasenmähen, und 2,5 Stunden sind da nichts. Kommt Zeit, kommt Rat, kommen alte Zeiten und ich finde vielleicht wieder den Dreh ins Fitnessstudio, was ich früher jahrelang gemacht habe.

Wie haben Sie diese besondere Zeit seit dem Frühjahr 2020 empfunden? 

Betrachte ich es mal aus zwei Ansichten, geschäftlich und privat. Anfangs war für mich diese Zeit enorm angstbehaftet, denn ein Unternehmen wie unseres lebt sowie vom Kundenumsatz als auch von Kundenaufträgen, die von heute auf morgen ausblieben und keiner konnte ahnen, wie lange dieser Zustand von Dauer sein würde. Auch war lange ungewiss, wann und in welcher Form staatliche Unterstützung zu erwarten war. Die Situation nahm dann überraschenderweise relativ schnell für uns eine positive Wende, da viele Menschen diese andersgeartete  Zeit für Renovierungen nutzten, so dass wir letztendlich keine wirtschaftlichen Einbußen hatten. Sei noch erwähnt, dass infolge der aktuellen Lage sich die Kundenberatung geändert hat. Früher haben wir durch Kundengespräche den Bedarf ermittelt, momentan sind wir noch alle davon abhängig, was lieferbar ist.

Privat betrachtet, empfand ich anfangs diese Zeit ein wenig wie Urlaub. Ohne Weiteres abschalten zu können vom Alltag mit all meinen beruflichen Anforderungen, die mich oftmals viel unterwegs sein ließen/lassen. Und ich war erfreut einfach Zuhause bleiben und Liegengebliebenes in Ruhe erledigen zu können. Seitdem die Restaurants wieder geöffnet haben, mangelt es mir an wenigem, jedoch wünschte ich mir, dass das dörfliche Leben wieder in Gange käme.

Wofür engagieren Sie sich privat? 

Momentan mangelt es mir durch meine Selbstständigkeit an Zeit, zugegeben auch etwas an Schwung, mich privat zu engagieren. Es bleibt abzuwarten, welche Auflagen für den kommenden Winter bezüglich der Weihnachtsmärkte gelten werden, denn der Levener Weihnachtsmarkt ist mir schon eine Herzensangelegenheit, den ich sehr gerne  wieder unterstützen würde.

Was bedeutet für Sie Heimat? 

Mit Heimat verbinde ich Wohlfühlen. Mich wohlfühlen mit Menschen, die mir am Herzen liegen. Ich genieße es, wenn jeder jeden kennt und persönliche Beziehungen zu den Menschen gepflegt werden.

Mit wem würden Sie gerne eine Tasse Kaffee trinken – wenn Sie sich jemanden aussuchen dürften? 

Wenn es noch mögliche wäre, mit Fips Asmussen. Für mich einer der besten deutschen Komiker und Alleinunterhalter. Absoluter Fan bin ich vom Comedian Atze Schröder, den ich in seiner Einzigartigkeit sowohl als Schauspieler, als auch für seine Stand-up-Programme sehr schätze. Mit ihm würde ich wirklich gerne mal bei einer Tasse Kaffee ins Gespräch kommen.

Abschließend die Frage, welches Lieblingsmotto Sie haben? 

Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Da meine kreativste Arbeitszeit abends zwischen 18:00 Uhr und 20:00 Uhr ist, außerdem ich gerne alle anfallenden Arbeiten zeitnah erledige und die frühen Morgenstunden zu meinen eigenen mache, lautet ein weiteres Motto von mir: „ Der frühe Vogel kann mich mal …!“

Ein Dorf wird Kunst

Der kleine Ortsteil Suttorf in Melle-Neuenkirchen öffnet am 09. und 10. Juli zum siebten Mal seine Höfe, Gärten, Scheunen und Ställe für die kleine, aber feine Kunstausstellung „Ein Dorf wird Kunst“.  Entstanden ist die

Auf eine Tasse Kaffee mit Britta Goertz

Zusammen mit ihrer Mutter führt Britta Goertz, das klassisch traditionelle Fach-Schuhhaus Meyer in Lübbecke, welches bereits in der vierten Generation, seit 1903 mit einem besonderen und liebevoll ausgewählten Sortiment überzeugt. Sie lebt mit ihrem Lebensgefährten

Auf eine Tasse Kaffee mit Christine Bullermann

Bereits in der dritten Generation führt Christine Bullermann, seit 01.01.2007 gemeinsam mit ihrem Mann, das von Hermine Brune 1946 gegründete Unternehmen in Hunteburg, welches heute den Landhandel und den Kiebitzmarkt ausmachen. Frau Bullermann ist